Abenteuer-Katalysator: White Rim Trail
Text: Dylan Stucki
Fotos: Dylan Stucki | Ben Kraushaar | Grady James| Sam Simmons
Man weiß, dass es Frühling in der Wüste ist, wenn alle Nummernschilder grün werden. Die ultimative Flucht aus einem langen, kalten und dunklen Winter – kein Wunder, dass die roten Felsen durch die aufblühenden grünen Schilder und die Menschenmassen ergänzt werden. Alle schienen in die Wüste zu fahren. Vielleicht sollten wir auch fahren? Aber wohin würden wir gehen?
Nach stundenlanger Recherche und Ein-Stern-Yelp-Bewertungen erfuhren wir, dass der White Rim Trail im Island in the Sky-Distrikt des Canyonlands National Park „größtenteils ziemlich langweilig und eine sehr lange Fahrt" sei, und „es gab keinen Moment, in dem ich das Gefühl hatte, auf einer Insel im Himmel zu stehen." Es war ernüchternd zu erfahren, dass wir bereits eine Backcountry-Genehmigung für vier Nächte auf dem White Rim hatten. Wir hätten uns für einen Gilmore Girls-Marathon entscheiden sollen, aber Ben hatte sechs Staffeln lang an der Genehmigung gearbeitet, sodass wir keine andere Wahl hatten, als es uns anzuschauen.
Zusammen packten wir vier 6–8 Kisten Bier ein, von denen wir dachten, sie würden bei der Langeweile helfen und uns zumindest durch die vier Nächte bringen. Wir pendelten die Trucks und packten unser gesamtes Gepäck in Bens Truck, den wir abwechselnd durch die Woche fahren wollten. Im schlimmsten Fall würde die Langeweile zu viel werden, woraufhin wir in den Truck steigen und unsere Verluste begrenzen würden.
Wir fuhren vom Shafer von der Hauptstraße hinunter und beleuchteten die flachen Schotterpisten-Kurven mit Highspeed-Drifts und Gelächter. Die Exposition reichte aus, um den Herzschlag erhöht zu halten, und wir erkannten sofort, dass die Bewertungen Unsinn waren. Wir verbrachten die nächsten vier Nächte in einer der beeindruckendsten Landschaften, die per Truck und Fahrrad erreichbar sind. Wir tranken Bier, sonnten uns, aßen jede Menge Speck, erkundeten neue Linien überall am Straßenrand, erforschten eine tolle Slot-Schlucht und gingen uns das Bier aus.
Für uns und für viele andere ging es bei dieser Reise nicht wirklich um die perfekte Winterflucht, die Kameradschaft von vier wirklich guten Freunden oder gar das kraftvolle Erlebnis der Wüstenlandschaft… Es ging einzig und allein darum, eine gute Zeit zu haben. Lektion gelernt: mehr Bier mitbringen.